Emil Bulls
Cross is over – ehemalige Klosterschüler verteilen mit neuer Platte kernigste „Nächstenhiebe“
Hmm – was haben wir denn da? Zwei von Mönchen bei München erzogene Burschen gründen 1995 in Hohenschäftlarn eine Tanzgruppe. Am Bass steht ein Chorfreund des „Sängerbuam“ Christoph „Christ“ von Freydorf, und die Gitarre bedient ein Herr der sich Stephan Karl „Moik“ nennt. 2006 entsteht ein Life-Album im Bierzelt, zur 1200-Jahr-Feier der Gemeinde Pullach.
Das klingt so sehr nach einer schlecht ausgedachten Musikantenstadl-Schmonzette, das kann doch beim Publikum nur für graue Haare sorgen. Oder?
Weeeeeit gefehlt! Was hier grade im Studio an der neuen Platte feilt (im Videotagebuch auf der Bandseite zu bestaunen) ist brachialster Alternative Nu Thrash Stoner Metal bei dem sich Limp Bizkit bestimmt vor Angst die Decke über den Kopf ziehen würden.
Sänger „Christ“ sorgt mit berstenden Shouts und ungewöhnlich melodischen Zwischenparts seit vielen Jahren für ungläubiges Staunen in einer ständig wachsenden Fangemeinde.
Mit einem dritten Platz im Europa-EMERGENZA 1996 begann eine Tour de Force, die im Lauf der Jahre auch schon mal für fliegende Menschen auf einer Nordamerika-Reise sorgte. Jesus spielt da gerade keine so große Rolle mehr, und warum auch? Wer so bravourös verschiedene Einflüsse wie Sade, a-ha und Thrash Metal zu vereinen und das taumelnde Publikum ins Kreuzfeuer zu nehmen weiß sorgt schon für seine ganz persönlichen Wunder.





