CHEFKET

Exzellenter Deutschrap mit politischer Ader

„HOHEIT ODER EXZELLENZ“: Das bedeutet der bürgerliche Name Şevket, den der Wahlberliner heute in seiner Falschaussprache als Pseudonym trägt. Gar nicht so falsch, wenn man bedenkt, mit welcher Souveränität und stilistischer Erhabenheit hier Soul, Funk, Blues und Rock'n'Roll zum perfekten Bett für kluge Raps und gesungene Hooks zusammengezimmert werden. Was CHEFKET auszeichnet, ist neben der sprachlichen und musikalischen  Qualitäten auch sein inhaltliches Sendungsbewusstsein: „Ich glaube fest daran, dass man mit Musik etwas verändern kann. Auch wenn nur ich es bin, der sich verändert“, hat er mal im Interview mit laut.de verlauten lassen. Und diese Veränderung gelingt ihm immer wieder hervorragend – wenn er etwa im Akustik-EP-Track „Nachtmensch“ bei voller Tightness komplett auf Beats verzichtet. Nur logisch, dass das gleichnamige aktuelle Album dann sofort mal Platz 9 der Charts erklomm. CHEFKET ist hochengagiert, wenn er etwa bei der Kompilation „Bundeswehr raus aus den Schulen!“ der Linksjugend mitmacht – oder mit zahlreichen Kollegen wie Marteria, Megaloh, Amewu, Samy Deluxe oder Culcha Candela auftritt. Ein stetig aufsteigender Stern am Deutschraphimmel, von dem wir bestimmt noch so manches hören werden – und wollen!

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